Geführte Erstinbetriebnahme des Spritzgießprozesses (GESP)

Die Ersteinrichtung des Spritzgießprozesses ist für Maschinenführende komplex: Es müssen die Eigenschaften der Spritzgießmaschine, der Peripheriegeräte, des Materials sowie des Werkzeugs qualitätsbestimmend beachtet werden. Durch akuten Fachkräftemangel in Berufen wie dem des / der Kunststoffverfahrensmechaniker*in oder des / der Kunststoffformgeber*in stehen immer mehr ungelernte Hilfskräfte vor dieser herausfordernden Aufgabe. GESP entwickelt ein digitales Assistenzsystem, das eine geführte Ersteinrichtung anbietet. Hierdurch werden Schäden an Betriebsmitteln, Verzögerungen in der Produktion und Verschwendung von Material und Energie durch einen ineffizienten Einrichtbetrieb reduziert: das Ressourcensparpotential wird auf ca. 20 % geschätzt. Weiterhin diente eine optimierte Prozesseinrichtung einer stabilen und damit ressourceneffizienten Produktion. Dies trägt zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen bei. Das Entwicklungsziel ist ein automatisiertes Verfahren, das den Einrichtenden über eine webbasierte Plattform der OSPHIM GmbH direkt an der Maschine bei dieser komplexen Aufgabe begleitet. OSPHIM strebt zusammen mit den Projektpartnern eine Nachverwertung des Projekterfolgs über eine Weiterentwicklung des Verfahrens zur Produktreife an: Kunststoffverarbeitende KMU in den Kohleregionen und darüber hinaus können hierdurch das Verfahren einfach einsetzen und zur Steigerung der Nachhaltigkeit der eigenen Produktion verwenden.